ORGANISATIONSLANDKARTE STATT ORGANIGRAMM – WIE KOLLEGIALE ZUSAMMENARBEIT ABBGEBILDET WERDEN KANN

Branche: Spezialist für Kunststoff-Verpackungen

Herausforderungen im Gesamtkontext betrachten

Das Team Nachhaltigkeit ist Teil der Greiner AG und damit beauftragt, die Organisation dabei zu unterstützen bis 2030 klimaneutral zu sein. Ohne formelle Macht ausgestattet agieren die acht Mitglieder des Teams als Change-Maker, Impulsgeber, Dienstleister und Moderatoren. In dem traditionell strukturierten Unternehmen spürt insbesondere der Bereichsleiter, dass das klassische Top-Down-Führungsverständnis in diesem dynamischen Umfeld keine Option ist. Doch wie arbeitet eine Gruppe im Innenverhältnis zusammen, wenn die Führungskraft nicht der Flaschenhals sein will, sondern Eigenverantwortung fördern möchte?

Der Auftrag: Wie können interne Strukturen alternativ zum Organigramm abgebildet werden?

Wenn Menschen in Gruppen zusammenarbeiten, geht es im Kern darum, gute Entscheidungen zu treffen. Entscheidungsmacht ist in hierarchischen Organisationen häufig an Führungspositionen geknüpft und provoziert somit Überlastung. Der erste Blick gilt den aktuellen Entscheidungsanlässen: Wer trifft heute welche Entscheidungen? Und welche Entscheidungen dürfen zukünftig kollegial getroffen werden? Die Logiken agiler Kreisorganisationen helfen, die Gedanken aufzuräumen und einen Blick auf Führung und Zusammenarbeit zu bekommen.

Neue Praktiken und Prinzipien der Zusammenarbeit

Selbstorganisierte Gruppen praktizieren andere Entscheidungsprozesse als traditionelle Unternehmen. Damit die Gruppe nicht in die Instabilität verfällt, wurden die Prinzipien kreisinterner Führung und die Praktiken alternativer Entscheidungsverfahren eingeübt. Ergebnis: Eine von der Gruppe im Konsentverfahren bewilligte neue Darstellung der internen Strukturen, um Mitgliedern Orientierung und Reflexionsfläche für die tägliche Zusammenarbeit zu geben.

Durch das Aufzeigen von neuen Lösungsmöglichkeiten und Perspektiven ist es gemeinsam mit Matthias gelungen, unsere bestehende Abteilungsstruktur weiterzuentwickeln und eine Alternative
zum Organigramm zu entwerfen. Ein absolut gelungenes Sparring, gepaart mit praxiserprobter Theorie und Empathie waren das Fundament für die neuen Lösungen.

Alexander SchalkoSustainability & Corporate Responsibility Management